Selbstsicherheit und Selbstwertgefühl

Selbstsicherheit und Selbstwertgefühl

 

 

 

 

Die Angst davor von anderen als schwach angesehen zu werden führt dazu, dass Menschen ohne gesunden Selbstwert oftmals sehr negative Verhaltensweisen entwickeln und in Gruppen oft unangenehm auffallen, da sie

  • ANDERE gerne kritisieren
  • ANDERE gerne bewerten und beurteilen
  • viel und gerne über ANDERE lästern
  • vor ANDEREN immer Recht haben müssen
  • eigene Fehler gerne unter den Teppich kehren oder auf ANDERE schieben
  • ANDERE Menschen gerne bloßstellen
  • sich durch Missgeschicke ANDERER besser fühlen
  • sich gerne vor ANDEREN aufspielen
  • vor ANDEREN arrogant und besserwisserisch sind
  • ANDERE oft unterdrücken
  • gerne Macht gegen ANDERE ausüben
  • zum mobbing anstiften

Ihr vordergründiges Selbstbewusstsein ist allerdings Ausdruck tiefer innerer Unsicherheit. Sie definieren sich allein über ihr Ansehen, ihre Beliebtheit, eben über ANDERE. Ihr forsches Auftreten soll die Mitmenschen einschüchtern.

Der Versuch hingegen mit einem geringen Selbstwert allein mit Bescheidenheit und Zurückhaltung weiterzukommen, bedeutet die eigenen Interessen zurückzustellen und sich den Wünschen ANDERER unterzuordnen.
Hier führt der mangelnde Selbstwert dann z.B. oft zu extremer Schüchternheit, Angst oder Zurückgezogenheit. Der geringe Selbstwert ist der Grund, dass diese Menschen von sich selbst nicht mehr viel halten, sie reden sich ein:

  • nicht das Recht zu haben ihre Wünsche und Forderungen auszusprechen
  • sie können schlecht Nein sagen, da sie Angst haben dann noch weniger gemocht zu werden
  • sie erlauben sich keine Fehler
  • haben an sich selbst eine hohe Erwartungshaltung
  • können schlecht mit Kritik umgehen
  • können aber auch keine Komplimente annehmen

Da unsere Gedanken unsere Gefühle verursachen, fühlen wir uns, wenn wir so denken, häufig schlecht.

Um diese Denkstrukturen zu durchbrechen arbeite ich mit den Verfahren der kognitiven Verhaltenstherapie.

Im Mittelpunkt der kognitiven Therapieverfahren stehen unsere Kognitionen, diese umfassen unsere Einstellungen, Gedanken, Bewertungen und Überzeugungen.
Unsere Gefühle sind die Folge aus:

  1. Situation
  2. Bewertung der Situation
  3. und daraus resultierend unsere Gefühle, Körperreaktionen und unser Verhalten

Wenn wir eine Situation als schön für uns bewerten, werden wir uns auch froh und glücklich fühlen. Bewerten wir sie als schlimm, gefährlich oder unerträglich, dann empfinden wir Angst, Enttäuschung und Unruhe. Bewerten wir sie als weder gut noch schlecht dann sind wir entspannt, zufrieden und ruhig.

Es wird deutlich, dass wir, was auch immer passiert, Einflussmöglichkeiten auf unsere Gefühle haben. Die Situation können wir häufig nicht beeinflussen. Wir können jedoch, so lange wir denk- und lernfähig sind, unsere Bewertung an Punkt 2 (Bewertung der Situation) verändern.

Gleichzeitig zeigt es uns, dass andere keine Verantwortung für unsere Gefühle und wir keine Kontrolle über deren Gefühle haben. Was bewertet werden kann und darf ist immer nur die Situation, nie die Person. Einem Menschen, der dieses verinnerlicht hat fällt es leicht auch nach großen Auseinandersetzungen wieder offen auf seine Mitmenschen zuzugehen, da er nicht in Mark und Bein erschüttert ist und sein Selbstbewusstsein nicht verletzt ist.

Kein Außenstehender kann deinen Selbstwert durch Lob erhöhen oder durch Tadel verringern. Deinen WERT bestimmst du SELBST.

Im Gegensatz zur Tiefenpsychologie und Psychoanalyse starten die Kognitiven Therapieverfahren nicht in der Vergangenheit sondern im Hier und Jetzt. Unsere Einstellungen und Verhaltensmuster sind zwar in der Vergangenheit durch bestimmte Erfahrungen entstanden, aber in der Therapie geht es darum, herauszufinden, welche konkreten Einstellungen unsere momentanen Probleme verursachen bzw. wie wir in Zukunft besser leben können.

Machen wir uns gemeinsam auf den Weg.

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